Aufstellung und Umsetzung von Anreizprogrammen – Erfahrungsaustausch in der Städtebauförderung in Hessen

Nicht nur die öffentlichen Gebäude und Freiflächen prägen das Erscheinungsbild unserer Städte und Gemeinden – erst die privaten Immobilien vermögen das Gesamtbild einer Stadt in Gänze zur Entfaltung zu bringen. Deshalb gilt es gerade im Bereich der Aufwertung privater Immobilien Anreize für die Eigentümerinnen und Eigentümer zu schaffen.

Die Einrichtung von Anreizprogrammen im Rahmen der Städtebauförderung setzt genau hier an: Mit Hilfe dieses von der Kommune selbst verwalteten Förderbudgets können private Eigentümerinnen und Eigentümer kleinere Maßnahmen an ihren Gebäuden in die Tat umsetzen. Der mögliche Maßnahmenkatalog ist vielfältig und reicht von der äußeren Gestaltung bis hin zur Aufwertung der Freiflächen.

Wie wird ein Anreizprogramm aufgestellt? Wie werden Eigentümerinnen und Eigentümer motiviert, in die eigene Immobilie zu investieren? Wie wird die Qualität der Maßnahmen gesichert? Wie können private Investitionen in das Stadtbild auch nach Abschluss der Städtebauförderung weiterhin unterstützt werden?

PROGRAMM UND ABLAUF

In dem Workshop des Zentrums Nachhaltige Stadtentwicklung in Hessen wollen wir gemeinsam Antworten auf diese Fragen finden, Ideen sammeln und wichtige Aspekte der Umsetzung diskutieren.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, Ihre Erfahrungen online einzubringen und Impulse mitzunehmen am Donnerstag, dem 1. Juli 2021 von 10:00 Uhr bis ca. 13:00 Uhr

Die Veranstaltung steht allen Akteurinnen und Akteuren der Städtebauförderung in Hessen offen. Auch im Programm Sozialer Zusammenhalt wird es zukünftig die Möglichkeit geben, ein Anreizprogramm aufzulegen.

10:00 Uhr Begrüßung und Einführung
Karin Jasch
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Anreizförderung – jetzt auch im Programm Sozialer Zusammenhalt
Christoph Grass und Holger Stangner
Zentrum nachhaltige Stadtentwicklung Hessen

Der Beitrag privater Maßnahmen für die Stadtentwicklung –
ein Blick in die Anwendungspraxis
Holger Pietschmann, Bundestransferstelle Lebendige Zentren
10:30 Uhr Informieren – Ausprobieren: Erfahrungen einer interkommunalen Kooperation
Bürgermeister Markus Röth, Gemeinde Grasellenbach
Miriam Kubat, NH Projektstadt
11:00 Uhr Kleingruppen – Workshops mit Vorträgen und Diskussionsrunden
11:45 Uhr Kurze Pause
12:00 Uhr Zusammenführen der Ergebnisse im Plenum
12:15 Uhr Dran bleiben!
ALWIN – Aktives Leerstandsmanagement Wittlicher Innenstadt

Verena Kartz, Stadtmarketing Stadt Wittlich
ca. 13:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Informationen zu den Kleingruppen-Räumen

Raum 1: Anfänger – Tipps und Tricks zum Programmstart
Impuls Kai Simon, Stadt Witzenhausen
Im Raum 1 erfahren Standorte, die ein Anreizprogramm neu auflegen möchten, welche Schritte dazu erforderlich sind und wie das Programm in Gang kommen kann. Herr Simon erläutert, wie die Stadt Witzenhausen ein Anreizprogramm aufgelegt und gestartet hat. Er zeigt, welche Ergebnisse in den ersten Jahren erzielt wurden und wie das gelingen konnte. Das Anreizprogramm Witzenhausen ist seit Mitte 2018 in Kraft.

Raum 2: Fortgeschrittene – Hürden nehmen und „bei der Stange bleiben“
Impuls: Michael Joost, Stadt Wolfhagen

Im Raum 2 können wir aus den langjährigen Erfahrungen von Herrn Joost lernen. Er berichtet, wie die Stadt Wolfhagen seit vielen Jahren Eigentümerinnen und Eigentümer überzeugt, Investitionen in ihre Immobilie zu tätigen und welche Bedeutung die persönlichen Kontakte im Fördergebiet haben. Das Anreizprogramm in Wolfhagen läuft erfolgreich seit 2013 und ist derzeit bis Ende 2024 befristet. Die Informationen richten sich an Standorte, die sich inmitten der Programmumsetzung befinden und Anregungen für „frischen Wind“ im Anreizprogramm suchen.

Raum 3: Experten – es geht auch ohne Städtebauförderung
Impuls: Lara-Maria Mohr, Stadt Frankfurt: „Frankfurt frischt auf – 50 % Klimabonus für private Investitionen in Klimaanpassungsmaßnahmen“
Im Raum 3 erfahren wir, wie ein Anreizprogramm auch ohne Städtebaufördermittel funktioniert. Die Stadt Frankfurt unterstützt mit kommunalen Mitteln private Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie Kommunen auch nach Abschluss der Städtebauförderung aktiv bleiben können, um das Stadtbild zu verbessern. Hier können sich Kommunen informieren, deren Städtebauförderung in absehbarer Zeit ausläuft und die über eine Verstetigung nachdenken.

 

Teilnahme und Kleingruppen-Räume

Bitte setzen Sie ein Kreuz bei der einem der Kleingruppen-Räume.

Anmeldeschluss ist der 23. Juni 2021.


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